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Machtwechsel in Paraguay - Lugo wird Präsident PDF Drucken E-Mail
Beitragsinhalt
Machtwechsel in Paraguay - Lugo wird Präsident
Seite 2
Historischer Machtwechsel in Paraguay

Ex-Bischof vertreibt die Colorados nach 61 Jahren von der Macht

Nach 61 Jahren muss die Colorado-Partei in Paraguay die Macht abgeben. Der frühere Bischof Fernando Lugo hat mit einer breiten Koalition die Präsidentschaftswahl klar für sich entschieden.


Dem früheren katholischen Bischof Fernando Lugo ist es am Sonntag mit einem historischen Sieg bei den Präsidentschaftswahlen in Paraguay als Kandidat einer bunten Koalition von Parteien und sozialen Bewegungen gelungen, die 61-jährige Herrschaft der Colorado-Partei zu beenden. Lugos Koalition Alianza Patriótica para el Cambio, die politisch von der traditionellen Oppositionspartei der Liberalen im Zentrum bis weit in die Linke reicht, vereinigte 40,8 Prozent der Stimmen auf sich.


Die Linke bisher eine Randerscheinung

Blanca Ovelar, die Kandidatin der Colorado-Partei, erreichte 30,8 Prozent. Der einzige weitere Oppositionskandidat von Bedeutung, der frühere Armeechef Lino Oviedo, der bis vor kurzem wegen eines Putschversuches im Gefängnis gesessen hatte, kam auf 21,9 Prozent. In Paraguay gibt es für die Präsidentenwahl nur einen Durchgang. Es gewinnt der Kandidat mit den meisten Stimmen. Der Wahlsieg von Lugo ist für Paraguay eine eigentliche Zäsur, denn die Linke war bei bisherigen Wahlen in dem Land nicht viel mehr als eine Randerscheinung. Geopolitisch bedeutet das Resultat, dass nun mit Ausnahme von Kolumbien ganz Lateinamerika südlich des Panamakanals von Linksregierungen regiert wird.



 
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