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Mögliche Dengue-Epidemie in Paraguay PDF Drucken E-Mail
Die paraguayischen Gesundheitsbehörden haben heute ihre Sorge über eine mögliche Dengue-Epidemie geäußert. Vor wenigen Tagen wurde der Tod von drei Personen sowie Dutzende Erkrankungen gemeldet.

Paraguayische Gesundheitsbehörden haben die Sorge über eine voraussichtliche Dengue Epidemie geäußert, da mehrere Personen daran erkrankten und auch schon einige an dieser Krankheit gestorben sind. In Alto Parana, ca. 340 km von der Hauptstadt Asuncion entfernt, traten mehrere Erkrankungsfälle auf. Einem Bericht zufolge besteht der Verdacht des Ausbruchs dieser Krankheit in weiteren Orten Paraguays.
Eine Ausbreitung der Krankheit in das benachbarte Land in Südamerika Brasilien, welches auch als beliebtes Urlaubsland und Auswanderungsland gilt, soll verhindert werden.

14 Personen starben offiziell im Jahre 2010 an Dengue - ca. 13.000 waren mit dem Erreger infiziert.

Das Denguefieber, auch Dandy-Fieber oder Knochenbrecherfieber genannt, ist eine Krankheit, deren Ursache eine Infektion mit dem Dengue-Virus ist. Bei dem Virus handelt es sich um ein 40 bis 60 nm großes, behülltes RNA-Virus mit positiver Polarität aus der Familie der Flaviviren.

Das Virus wird durch den Stich einer Mücke übertragen und ist in tropischen und subtropischen Gebieten verbreitet. Die einzigen bekannten Wirte des Virus sind Primaten und verschiedene Stechmückenarten. Es existieren vier verschiedene Serotypen (Untergruppen) des Virus, die sehr wahrscheinlich unabhängig voneinander innerhalb der letzten 2000 Jahre in Asien von nichtmenschlichen Primaten auf den Menschen übersprangen. Seit dem Zweiten Weltkrieg und der folgenden Globalisierung ist das Denguefieber unter anderem durch die Verbreitung seines Überträgers auf dem Vormarsch und wird oft auch als emerging disease (sich ausbreitende Krankheit) bezeichnet. Bei Denguefieber handelt es sich um die sich am schnellsten ausbreitende, virale, von Moskitos übertragene Krankheit; die Fallzahlen haben sich von 1960 bis 2010 verdreißigfacht.

Die Krankheit äußert sich häufig mit unspezifischen Symptomen oder solchen, die einer schweren Grippe ähneln, können aber auch innere Blutungen umfassen. Bei einem schweren Krankheitsverlauf kann ein sogenanntes Dengue Hämorrhagisches Fieber (DHF) oder ein Dengue shock syndrome (DSS) auftreten, die beide zum Tode führen können. Die WHO schätzt, dass jährlich 50 bis 100 Millionen Personen erkranken, 500.000 Personen einen schweren Krankheitsverlauf durchleiden und 22.000 Personen an Denguefieber sterben; die meisten der Todesopfer sind Kinder.
Bislang gibt es gegen die Erkrankung weder eine Impfung noch eine spezifische antivirale Behandlung.


Die wichtigsten Überträger (Vektoren) der Denguefieberviren sind die weiblichen Gelbfiebermücke (Aedes aegypti, auch Ägyptische Tigermücke oder Denguemücke genannt) und die sich auch in Europa ausbreitende Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus). In bestimmten Regionen kommen weitere Mückenarten als Überträger von Denguefieber in Frage, z. B. die Polynesische Tigermücke (Aedes polynesiensis) im südlichen Pazifik oder Aedes scutellaris in Neuguinea. Bei anderen Mückenarten wurde ebenfalls eine Eignung zur Erregerübertragung (Vektorkompetenz) gezeigt.

Wie bei anderen von Stechmücken übertragenen Arboviren wird das Dengue-Virus von einer weiblichen Stechmücke, die das Blut einer infizierten Person saugt, aufgenommen. Dabei gelangen die Viren in den Magen der Mücke und falls die Viruskonzentration hoch genug ist, können die Virionen die Magenepithelzellen befallen und sich dort vermehren. Von dort gelangen sie ins Hämozöl (das Blutsystem der Mücke) und weiter in die Speicheldrüsen. Wenn die Mücke das nächste Mal Blut saugt, injiziert sie ihren Speichel in die Wunde, womit das Virus in den Blutkreislauf des gestochenen Primaten gelangt. Es gibt auch Hinweise für eine vertikale Infektion des Dengue-Virus, also der Übertragung von der weiblichen Mücke auf ihr Gelege und damit die Larven. Diese Infektion der Vektoren ohne vorherige Blutmahlzeit scheint bei der Aufrechterhaltung eines Virusreservoirs zwischen einzelnen Ausbrüchen eine Rolle zu spielen

 
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